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5 x 500 für innovative Speerspitzen

Sie haben sich mit den MINT-Fächern beschäftigt und neue Ansätze gefunden. Sie sind sich einig, dass mehr Mädchen den Einstieg in diese Berufe finden sollten. Sie wollen Probleme lösen, auch auf die Gefahr hin, dass ihre Ansätze in der Expertenwelt umstritten sind: Schülerinnen und Schüler in Karlsruhe und Umgebung suchen Antworten auf drängende Fragen.

Ein Schulwettbewerb der Wirtschaftsstiftung Südwest, Karlsruhe, motiviert seit elf Jahren Schüler, sich mit der Berufsorientierung bzw. mit wirtschaftlichen oder naturwissenschaftlich-technischen Fragen zu beschäftigen. Immer mehr Schulen nehmen die Herausforderungen an. In diesem Jahr konnte die Jury aus 28 Bewerbungen fünf Sieger ermitteln, deren Projekte mit jeweils 500 Euro honoriert wurden.

Ein reines Mädchen-Team des Karlsruher Goethe-Gymnasiums befasste sich mit der Frage, warum sich so wenige Frauen beruflich für MINT-Fächer interessieren. Die Ergebnisse sollen jetzt auf einem Kongress diskutiert und Lösungen erarbeitet werden.

Mit Methoden zur Beeinflussung des CO2-Ausstoßes, der Bodenversauerung und der Sonnenintensität setzte sich eine Gruppe des Max-Planck-Gymnasiums in Karlsruhe auseinander. Ihre Ansätze, die auch in der Fachwelt kontrovers diskutiert werden, sorgen bei den Schülern eher für Ansporn, sich noch intensiver damit zu beschäftigen.

Dass die Jugendlichen nicht nur ihre eigene Generation im Blick haben, zeigte die Arbeit des Edith-Stein-Gymnasium Bretten. Die Zehntklässler entwickelten einen Trinkbecher für Senioren. Er soll Temperatur, Füllmenge, sicheren Stand, Zuckergehalt des Getränkes usw. messen und an eine Ladestation übermitteln. Die 500 Euro Preisgeld sind bereits verplant. Sie werden in neue Sensoren und einen 3-D-Drucker investiert, informierten die Gruppensprecher.

Mädchen haben durchaus Spaß an MINT-Themen, experimentieren gerne und sind handwerklich begabt. Das konnten Schüler des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal feststellen. Die Schülerinnen haben, getrennt von ihren männlichen Klassenkameraden, ganztägig einen Technikparcours durchlaufen, dabei ihr Wissen vertieft und Begabungen entdeckt. Das Projekt soll nun jährlich als Girls Day fortgesetzt werden.

Wie wichtig Freundlichkeit, rechnen können, Stressbewältigung, Sauberkeit usw. im Arbeitsleben sind, haben Schüler der Franz-Josef-Mone-Schule in Bad Schönborn festgestellt. In der sonderpädagogischen Bildungseinrichtung eröffneten Schüler einen Shop für Pausenverpflegungen und machen sich seither selbstständig auf den Weg zum Einkauf für den Verkauf. Das Preisgeld wird in einen neuen Bollerwagen investiert, entschieden die Schüler.

Potenzial für die Zukunft bescheinigte Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz den Projekten und gratulierte den Schülerinnen und Schüler zu ihren Pitches, die sie souverän absolviert hatten. Als „Sperrspitze an Ideen“ bezeichnete Vorstandsvorsitzender Michael Kaiser von der Wirtschaftsstiftung Südwest die siegreichen Projekte. „Ihr habt eindrucksvoll bewiesen, warum ihr Preisträger seid“, so Sparkassendirektor Marc Sesemann bei der Preisverleihung. Als Hausherr hatte er für die Präsentationen den Konferenzbereich der Sparkasse zur Verfügung gestellt. Gute Ideen brauchen schließlich einen passenden Rahmen.

Foto : Roland Fränkle – Presseamt Stadt Karlsruhe